Energiekrise – Sind die Erneuerbaren eine Lösung?

Zu diesem Motto trafen sich letzten Freitag, den 07.10.22 Expert*innen verschiedener Bereiche auf Einladung der Grünen Ortsgruppe Luckau. Moderiert von Daniel Friedrich, Journalist und Moderator, diskutierten auf der Bühne: Gerald Lehmann, Bürgermeister von Luckau und Mitglied im Städte- und Gemeindebund, Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum Berlin, Prof. Dr. Bernd Hirschl, der an der BTU zu regionalen Energieversorgungsstrukturen forscht, eine der beiden Landesvorsitzenden der Grünen Julia Schmidt und für die Arbeitnehmerschaft Ralf Franke, Gewerkschaftsvertreter von ver.di.

Es wurden viele Aspekte der Energieversorgung diskutiert: Probleme und Lösungen, Vor – und Nachteile, Versäumnisse und Verbesserungsvorschläge. Kernpunkte waren immer wieder die Beteiligung der Kommunen und somit der Bürger an den Profiten, die Verbesserung des fast durchweg negativen Narrativs zu Windkraft und Solarenergie, die Fehleinschätzung, dass erneuerbare Energien zu teuer wären, wo uns doch die Folgen des Klimawandels viel teurer kommen und die effektive Möglichkeit der Doppelnutzung (z.B. Anbau unter Solarpanelen), um auch die Landwirtschaft und die Umwelt weiter zu unterstützen.

Frau Fröhlich betonte, „Die eigentliche Katastrophe ist der Klimawandel und nicht der Weg hinaus“. „Wir müssen das Ökologische und das Soziale zusammen denken, aber leider ist der politische Wille sehr unterschiedlich ausgeprägt“ ergänzt Julia Schmidt.

Prof. Dr. Hirschl merkte ganz richtig an: „Hier wurden 10 Jahre Energiewende verschlafen!“.

Einen Beitrag zur Finanzierung sieht Ralf Franke hier: „ Andere europäische Länder haben es vorgemacht: wir brauchen die Übergewinnsteuer zugunsten der öffentlichen Haushalte.“

Bürgermeister Lehmann legt Wert darauf, die junge Generation ins Boot zu holen: „Die Kinder und Jugendlichen haben eine ganz andere Perspektive als die Erwachsenen, die hier schon viel mitgemacht haben.“

Zum Abschluss sollte jeder der Teilnehmenden die Frage beantworten, ob denn die Erneuerbaren eine Lösung seien.

Alle antworteten eindeutig mit „Ja“. Weil sie uns unabhängig machen, von Gas, Öl und Steinkohle, „Ja“, aber die Profite müssen vor Ort deutlich spürbar sein. „Ja“ , denn das senkt auf lange Sicht die Preise. Und „Ja“ sie sind eine Lösung, gestaltet mit und für die Menschen vor Ort!

P.S. für Besucher*innen dieser Seite. Es gibt eine mehr oder weniger komplette Mitschrift der Veranstaltung. Wer diese möchte, bitte an buero@gruene-dahme-spreewald.de wenden.

Artikel kommentieren