Bündnisgrüne begrüßen Stopp der Ortsumgehung Lübben – Verkehrswende vor Ort jetzt konsequent vorantreiben

Lübben, 12. Februar 2026 – Das Bundesverkehrsministerium und das Landesinfrastrukturministerium haben beschlossen, die Planung der Ortsumgehung Lübben nicht weiterzuverfolgen. Dies wurde gestern im Rahmen des 8. projektbegleitenden Arbeitskreises im Lübbener Rathaus bekanntgegeben. Wie auch die Bürgerinitiative gegen die Ortsumgehung und die Umweltverbände seit Jahren kritisieren, ist das geplante Projekt wirtschaftlich nicht tragfähig und geht mit erheblichen zu erwartenden Umweltbeeinträchtigungen in der besonderen Spreewaldlandlandschaft einher.„Ich begrüße die Entscheidung, die Ortsumgehung nicht weiterzuverfolgen. Damit endet das jahrzehntelange Hoffen auf dieses Projekt und es entsteht endlich Raum für nachhaltige Verkehrslösungen in Lübben“, erklärt Sarah Benke-Åberg, Stadtverordnete für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Lübben (Spreewald).

„Statt teurer und umweltschädlicher Großprojekte brauchen wir jetzt konkrete Schritte für die Verkehrswende vor Ort. Vorschläge liegen dank engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie der Umweltverbände bereits vor: der Ausbau von Kreisverkehren, eine Bahnunterführung und wirksame Lärmschutzmaßnahmen in der Innenstadt.“

Die Stadtverordnete fordert zudem ein modernes Verkehrsentwicklungskonzept für Lübben: „Wir brauchen sichere und durchgehende Rad- und Fußwege, die Förderung von Radverkehr als Zubringer zu einem attraktiveren ÖPNV, mehr Stadtgrün und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wie Tempo 30.“

Positiv bewertet Benke-Åberg, dass der Landesbetrieb Straßenwesen nun weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den Ortsdurchfahrten von Lübben prüfen will: „Das ist ein gutes Zeichen. Entscheidend ist jetzt, dass diese Prüfung zügig erfolgt und dabei die Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure eingebunden werden.“

„Ebenso wichtig ist ein integriertes Mobilitätskonzept für die gesamte Spreewald-Region, das den Tourismusverkehr nachhaltig steuert und Alternativen zum Auto stärkt. Der Spreewald ist eine einzigartige Kulturlandschaft, die wir schützen müssen. Dazu gehört auch, den Schwerlastverkehr aus der Stadt herauszuhalten und den Transitverkehr zwischen Leipzig und Frankfurt (Oder) konsequent auf die Autobahn zu verlagern“, so Benke-Åberg abschließend.