Betreuungsqualität für Kinder in Lübben sichern: Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen fordert Monitoring und ständigen Arbeitskreis

Pressemitteilung

Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, legt die Fraktion SPD‑Bündnis 90/Die Grünen der Lübbener Stadtverordnetenversammlung eine Beschlussvorlage mit dem Titel „Betreuungsqualität für Kinder in Lübben sichern: Erstellung eines Kita‑ und Hortbetreuungmonitors und Einrichtung eines ständigen Arbeitskreises ‚Kita & Hort in Lübben‘“ vor. Ziel ist, die aktuelle Haushaltsunsicherheit und die daraus resultierenden Personalengpässe in Kitas und Horten durch transparente Datenbasis und kontinuierliche Fachkoordination langfristig zu bewältigen.

Kern des Vorschlags ist ein jährlich zu erstellender Kita‑ und Hortbetreuungsmonitor, der systematisch Daten zu Personalbestand, pädagogischer Qualität, Belastungen des Personals sowie räumlichen Bedingungen erfasst. Damit soll eine fundierte Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen geschaffen werden. Ergänzend soll ein trägerübergreifender, permanenter Arbeitskreis „Kita & Hort in Lübben“ eingerichtet werden, der Engpässe identifiziert, Handlungsempfehlungen erarbeitet und die Umsetzung der Maßnahmen koordiniert.

„Die Situation in Kitas und Hortbetreuungen in Lübben wird als zunehmend angespannt wahrgenommen“, erklärt Larissa Wille‑Friel, Fraktionsmitglied im Bildungs‑ und Sozialausschuss. „Der Monitoring‑Ansatz schafft die notwendige Transparenz, um Entwicklungen über mehrere Jahre abzubilden und die Qualität der Kinderbetreuung in Zukunft zu sichern.“

Auch Sarah Benke‑Åberg, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, unterstreicht die Dringlichkeit: „Ein paritätisch besetzter Arbeitskreis schafft Vertrauen zwischen Einrichtungen, Eltern, Verwaltung und Politik. Er macht Probleme früh sichtbar und ermöglicht gemeinsame Lösungen. So wird verhindert, dass gestern noch dringend gesuchte Fachkräfte bereits morgen wieder entlassen werden.“

Die Beschlussvorlage soll im kommenden Sitzungsintervall inhaltlich debattiert werden. Bei deren Verabschiedung würde Lübben als einer der ersten Kommunen in Brandenburg ein strukturiertes, datenbasiertes Instrument zur Sicherung der Betreuungsqualität einführen.