Wir in Lübben können uns glücklich schätzen, dort zu leben, wo andere Urlaub machen – gerade in diesen heißen Wochen. An Badestellen, Spreelagune und Wasserspielplatz können sich Erwachsene und Kinder abkühlen. Der Brunnen auf dem Markt funktioniert wieder, allerdings sind die Pausen sehr lang und es sprudelt recht kurz. Auf unsere Nachfrage teilte die Stadtverwaltung im Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt mit, dass dort kürzlich eine elektrische Sicherheitsprüfung stattfand. Auch der in die Jahre gekommene Wasserspielplatz sollte regelmäßig überprüft und reparaturbedürftige Elemente instandgesetzt werden. Uns ist wichtig, dass diese öffentlichen Anlagen in einem guten Zustand sind. Nicht alle verfügen über einen eigenen Garten oder kühle Wohnräume.
Besonders Seniorinnen und Senioren, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen leiden unter hohen Temperaturen. Deshalb haben wir 2025 in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag für eine Hitzeschutzplanung eingebracht. Trotz fachlicher Unterstützung durch die landesweite Fachstelle Zentrales Netzwerk Hitzeschutz und Zuspruch aus der Bevölkerung fand er leider keine Mehrheit. Die Stadtverwaltung hat wichtige Informationen zum Hitzeschutz auf www.luebben.de veröffentlicht. Das ist ein guter erster Schritt. Aus unserer Sicht braucht es weitere Maßnahmen: mehr Schatten an Bushaltestellen, Spielplätzen, Kitas und Schulen sowie Trinkbrunnen und öffentlich ausgewiesene kühle Aufenthaltsorte.
Wir alle können etwas tun: auf Menschen in unserer Nachbarschaft achten, Bäume vor unserer Haustür gießen und Wasserschalen für Vögel, Insekten und Igel aufstellen. Auch die Natur leidet.
Haben Sie Vorschläge, wie und wo der Hitzeschutz in Lübben verbessert werden kann? Schreiben Sie uns gern an: sarah.benke-aberg@stv-luebben.de. Kommen Sie gut und gesund durch die Hitze.
Stephan Loge, Sarah Benke-Åberg, Carola Köhler
Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen