Großes Interesse an Infoabend zu Solarstrom in Großziethen

Veranstaltung zu Photovoltaik und Balkonkraftwerken stößt auf breite Resonanz – wer eine Dachanlage plant, sollte die anstehende EEG-Reform im Blick behalten

Großziethen, 7.10.2026 Zur Informationsveranstaltung „Solarstrom für das eigene Zuhause – lohnt sich das?“ kamen am 23. September mehr Interessierte ins Haus Belger als erwartet, sodass zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. Mieterinnen und Mieter, Wohnungseigentümer und Hausbesitzer nutzten den Abend, um sich über Möglichkeiten, Kosten und Fallstricke der eigenen Stromerzeugung zu informieren. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich ein lebhafter Austausch. Die Teilnehmenden stellten ihre Fragen und brachten auch eigene Erfahrungen mit Solaranlagen und Balkonkraftwerken ein.

Bei Balkonkraftwerken sind die Hürden inzwischen gering. Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist entfallen, ein vereinfachter Eintrag im Marktstammdatenregister genügt, und die Geräte dürfen sofort in Betrieb gehen. Ein Standardgerät ist bereits für wenige hundert Euro erhältlich. Auch Mieterinnen und Mieter können ein Balkonkraftwerk installieren: Vermieter und Eigentümergemeinschaften dürfen die Zustimmung nur noch verweigern, wenn die Installation für sie unzumutbar wäre.

Bei Photovoltaikanlagen auf dem Dach hängt die Frage, ob sich die Investition lohnt, vor allem davon ab, wie viel des erzeugten Stroms im eigenen Haushalt verbraucht wird. Selbst genutzter Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom, während für eingespeisten Strom nur eine vergleichsweise geringe Vergütung gezahlt wird. Ein passend dimensionierter Batteriespeicher, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe können die Effizienz deutlich erhöhen. Ebenso entscheidend ist das Dach selbst: Ausrichtung, Neigung und Verschattung bestimmen den Ertrag. Wie gut sich das eigene Dach eignet, lässt sich kostenlos im Solaratlas Brandenburg prüfen. Bei der Montage ist manches in Eigenleistung möglich, der Netzanschluss muss jedoch immer von einem zertifizierten Fachbetrieb ausgeführt werden.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Anlagen, die noch in diesem Jahr ans Netz gehen, erhalten nach geltendem Recht 20 Jahre lang eine feste Einspeisevergütung. Nach dem bisherigen Entwurf für das EEG 2027 soll diese Garantie deutlich verkürzt werden. Wer eine Anlage plant, sollte sich daher zeitnah beraten lassen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen in Schönefeld. Infoveranstaltungen zu weiteren Themen sind geplant.

Pressekontakt: Karin Beese, k.beese@gmx.de