Lübben, 29. Oktober 2026 – Mit knapper Mehrheit von 11 Ja-Stimmen, 10 Nein-Stimmen und einer Enthaltung hat die Lübbener Stadtverordnetenversammlung heute Abend einen Antrag der gemeinsamen Fraktion von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zum Hitzeschutz beschlossen.
Der Antrag geht auf Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern kurz nach der Hitzewelle im Juni 2026 zurück. Die dabei geäußerten Wünsche und Anliegen hat die bündnisgrüne Stadtverordnete Sarah Benke-Åberg in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Nachdem ein früherer Antrag der Fraktion für ein langfristiges Hitzeschutzkonzept im vergangenen Jahr gescheitert war, zeigt sich die Stadtverordnete umso erfreuter über die Annahme des neu vorgelegten Antrags.
„Ich freue mich, dass unser Antrag trotz knapper Mehrheit eine Zustimmung gefunden hat. Wir wollen nicht warten, bis die nächste Hitzewelle kommt, sondern jetzt prüfen, was kurzfristig und möglichst kostengünstig umsetzbar ist. Das ist unsere Chance, Lübben rechtzeitig auf die nächste Hitzewelle vorzubereiten“, sagt Benke-Åberg.
Die Stadtverwaltung ist nun beauftragt, verschiedene Maßnahmen zu prüfen. Dazu gehören zusätzliche Schattenplätze, kostenlose Trinkwasserangebote, ein Hitzewarnsystem, öffentlich zugängliche kühle Aufenthaltsorte und ein lokales Hitzeschutz-Netzwerk. Auch Fördermöglichkeiten von Land, Bund und Europäischer Union sollen berücksichtigt werden.
„Hitzeschutz ist keine abstrakte Zukunftsfrage, sondern eine Frage der Gesundheit und Lebensqualität. Es steht unserer Stadt gerade als staatlich anerkannter Erholungsort gut zu Gesicht, auch Verantwortung für die Aufenthaltsqualität und Gesundheit unserer Einwohnerinnen, Einwohner und Gäste zu übernehmen. Die frühzeitige Vorbereitung auf zukünftige Hitzewellen kann dazu beitragen, spätere Kosten zu vermeiden“, so Benke-Åberg abschließend.
Die Verwaltung soll die Stadtverordnetenversammlung bis Ende des ersten Quartals 2027 über die ersten Ergebnisse der Prüfung und mögliche Umsetzungsschritte informieren. Die Umsetzung der geprüften Maßnahmen soll anschließend schrittweise bis zum Jahr 2030 ermöglicht werden. Diese Ergänzung, die auf eine Anregung aus den Ausschussberatungen zurückgeht, wurde auf mündlichen Vorschlag von Benke-Åberg in den Beschluss aufgenommen und im Protokoll festgehalten.